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Editorial 2/2019: Bares für den Datenschutz

Wer zum Bezahlen ein Bündel großer Geldscheine aus der Tasche zieht, der zeigt offen was er hat. Ist dieser Bezahlvorgang indiskret? Das kommt auf die Betrachtung an. Kassierer und die wenigen umstehenden Menschen bekommen den kaum oder nicht dokumentierten Vorgang mit. Das ist eher diskret. Bei einer elektronischen Zahlung ist das anders. Hier sind jedenfalls das verkaufende Unternehmen und die Bank involviert und der Vorgang wird mit der Konto- und gegebenenfalls der Kreditkartennummer auf den Käufer und den Kaufgegenstand bezogen gespeichert. Diese Informationen können vom Unternehmen und allen die sie erhalten ausgewertet werden. Bindet man die Zahldienste der Datenfresser auf den Smartphones nämlich Google-Pay und Apple-Pay ein, dann wird die Datenspur des Kaufes potentiell uferlos. Elektronisches Zahlen ist praktisch, aber bar zu zahlen hat auch bei größeren Beträgen nichts Anrüchiges. „Real Cash“ ist nicht nur diskreter als „Electronic Cash“ sondern auch schneller. Eine aktuelle Studie der Deutschen Bundesbank und des Handelsinstituts EHI hat ergeben, dass eine durchschnittliche Barzahlung im Geschäft gut 22 Sekunden dauert und damit etwa sieben Sekunden schneller sind, als Kartenzahlungen mit PIN. Zahlung mit Unterschrift dauert verglichen mit dem Barkauf sogar 16 Sekunden länger. „Time is Cash“ lautet eine alte Erkenntnis. Nun kommt eine weitere dazu: „Cash ist Datenschutz.“

>> Hier geht es zur Studie "Kosten der Bargeldzahlung im Einzelhandel" von der Deutschen Bundesbank [PDF]

Ihr

Rolf Schwartmann

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(Foto: © K.-U. Häßler/Fotolia.com)

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