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Editorial 4/2019: Herausforderungen der künstlichen Intelligenz

Wo es viele Störche gibt, da gibt es auch viele Kinder. Menschliche Erfahrung lehrt uns, dass das falsch ist. Kennt man den Hintergrund aber nicht, ist die Aussage so schlüssig wie die von der Existenz des Osterhasen. Und dennoch ist es möglich, dass eine unsinnige Aussage wie, diese Ergebnisse sogenannter künstlicher Intelligenz steuert. Weil ein Computer keine Erfahrungen macht, kann man ihm jede noch so unsinnige Prämisse einprogrammieren und er legt sie dann für seine Berechnungen zugrunde. Er folgt den Anweisungen, die der Mensch ihm vorgibt. Damit wird deutlich, dass Entscheidungen, die unter Anwendung von Algorithmen getroffen werden nicht per se fairer, objektiver oder gar besser sind. Es kommt darauf an, womit man das Programm füttert. Es kann Lügen nicht von Wahrheiten unterscheiden. Der Programmierer muss genau wissen was er will und sich darüber im Klaren sein was er tut. Wer möchte, dass eine Software nach fairen  und transparenten Regeln über die Vergabe eines Kindergartenplatzes entscheidet, der muss die Ziele der Programmierung nach fairen Kriterien definieren. Welche Auswahlentscheidungen will man erreichen, was begreift man als sachfremd und was ist gesetzlich verboten? Der Computer rechnet unbestechlich und ohne jede Sympathie. Geschwisterkinder in der Einrichtung, soziale Herkunft, Engagement bei der Elternarbeit; all das können wichtige Faktoren sein. Computergestützte Entscheidungen und deren Kriterien müssen im konkreten Fall rechtlich zulässig sein, man muss sie dem Betroffenen offen benennen und er muss die Wahl haben, ob überhaupt eine Maschine eingebunden ist. So können faire Ergebnisse erzeugt werden. Weil mit Hilfe künstlicher Intelligenz auch Personal gewonnen wird und personalisierte Preise angeboten werden müssen sich auch Datenschützer mit diesen Fragen befassen. Deswegen wollen wir uns auf der DAFTA 2019 mit den Herausforderungen der Künstlichen Intelligenz für Unternehmen befassen.

Ihr

Rolf Schwartmann

Rolf Schwartmann

 

 

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(Teaser Foto: © Ancello/Fotolia.com)

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