Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Editorial 1/2021: Videokonferenz mit Zwang zum Bild?

Videokonferenzen sind ein unverzichtbares Mittel der Kommunikation in der Pandemie. Sie ersetzen im Berufsleben, aber auch beim Studium Zusammenkünfte in Anwesenheit. Nicht jeder sieht es ein, sein Bild in der Konferenz zuzuschalten. Von der fehlenden Kamera, über die für die datenintensive Bildübertragung zu schlechte Internetverbindung, bis hin zum Schutz des häuslichen Rückzugsbereichs gibt es dafür gute Gründe. Mancher hat vielleicht auch schlicht keine Lust oder Zeit, der Konferenz seine ungeteilte Aufmerksamkeit zu schenken und möchte sich deswegen nicht zeigen. Für alle, die ihr Gegenüber wie in Präsenztreffen erreichen wollen ist das unbefriedigend, wenn es auf den Eindruck von Gestik und Mimik ankommt. Aber müssen Beschäftigte mit negativen Konsequenzen rechnen, wenn sie sich auf Aufforderung nicht zuschalten? Aber auch, wenn es möglich ist, muss das Bild einen notwendigen Mehrwert zum bloßen Zuhören oder zur Teilnahme ausschließlich per Ton haben. Einen grundsätzlichen Anspruch des Arbeitgebers darauf, Beschäftigte in der Teambesprechung jederzeit mit Bild zu sehen, dürfte es nicht geben. Das Bild muss für die Durchführung des Arbeitsverhältnisses erforderlich sein. Das ist es, wenn es dafür auf den persönlichen Eindruck ankommt, etwa weil eine Person ein Projekt präsentiert. Auch wenn es um ein Personalgespräch geht, wird der Chef auf das Bild bestehen dürfen.

Ihr Rolf Schwartmann

 

schwartmann-1_1463040822000OxMOKBULFI9Kf

 

 

>> Aktuelle Bücher und Seminare von Prof. Rolf Schwartmann

>> Zu den Datenschutz-Videos mit Prof. Rolf Schwartmann auf DataAgenda.de

 

(Beitragsbild: © Adobe Stock/New Africa)

 

 

Passende Artikel
Zeitschrift RDV

Prof. Peter Gola, RA Andreas Jaspers, Prof. Dr. Rolf Schwartmann

164,00 €

Preis für Jahresabonnement Inland