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Roboter als Personaler

Netzblick 4/2019

Wohlbefinden im Beruf ist wichtig. Aber wie finden Job und Bewerber zusammen? Oft entscheidet das Bauchgefühl. Das kann leicht täuschen. Für solche Fälle verspricht moderne Technik unter dem Oberbegriff „künstliche Intelligenz“ eine Lösung zu sein. Ähnlich wie eine Software auf Paarportalen die richtigen Lebenspartner zusammenführen kann, kann sie vielleicht auch zu beruflichem Glück verhelfen. Es gibt derartige Verfahren schon. Sie versuchen nicht plump abzufragen, wer ein eher ein Chef-Typ oder eher ein Teamplayer ist, sondern das funktionieren komplexer. So kann Sympathie durch Fakten ersetzt werden. Das Unternehmen muss Kriterien vorgeben, die für die Zusammenarbeit wichtig sind. Ein Programmierer muss das umsetzen. Geschieht das seriös und transparent, dann sind brauchbare Ergebnisse möglich. Nach einer Studie der Universitäten Bamberg und Erlangen-Nürnberg will knapp jeder vierte Bewerber lieber einen Computer als einen Menschen über seine Einstellung entscheiden lassen. Man hält die Technik für neutraler als menschliche Personaler. Maschinen sind aber nur so neutral, wie ihre Programmierung es möchte. Wichtig ist also, dass man dem Rechner nicht nur die Kriterien benennt, die für die Stelle wichtig sind, sondern ihn auch auf Fairness programmiert. Verbindlich darf die Maschine nach geltendem Recht nur mit ausdrücklicher Einwilligung des Bewerbers über den Job entscheiden. An deren Freiwilligkeit dürften Richter aber im Streitfall zweifeln.

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