Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

KI erobert Toiletten

Corona Tracking-Apps sollen die Pandemie bekämpfen. Smarte Technik wird aber auch unabhängig davon zur Gesundheitsvorsorge erprobt. In den USA haben Forscher an der Stanford-Universität eine Toilette entwickelt, die Fäkalien medizinisch analysiert und ihre Benutzer erkennen soll. Mittels Kameras, Druck- und Bewegungssensoren soll man Prostata-Krebs oder Nierenkrankheiten diagnostizieren können. Ausgewertet werden Durchflussrate und Druck des Urinstahls, ebenso wie dessen molekulare Eigenschaften aber auch die Konsistenz des Stuhls. Das smarte Klo soll bis zu 10 Biomarker messen können. Die Gesundheitsdaten werden dann automatisiert zum Zugriff für Mediziner in einer Cloud gespeichert. Wenn mehrere Personen die smarte Toilette medizinisch sinnvoll benutzen sollen, müssen diese voneinander unterschieden werden können. Dazu nimmt der Abspülknopf einen Fingerabdruck vom jeweiligen Benutzer ab. Aber versagt die Technik, wenn die Spülung von jemand anderem gedrückt wird, etwa weil ein anderer Nutzer nicht abgezogen hat? Dieses Problem umgeht man über eine Kamera, die anstelle eines Irisscans eine Art Scan der Analregion vornimmt. Das ist möglich, denn Studien ergaben deren Einzigartigkeit. Um den Datenschutz zu wahren, werden diese Bilder aber nicht gespeichert und verlassen das Gerät nicht. Sie dienen allein der Authentifizierung der Nutzer. Gut, dass der Datenschutz gewahrt ist.

 

Quelle: https://www.nature.com/articles/s41551-020-0534-9

Passende Artikel
Zeitschrift RDV

Prof. Peter Gola, RA Andreas Jaspers, Prof. Dr. Rolf Schwartmann

155,00 €

Preis für Jahresabonnement Inland