Kundenservice Veranstaltungen: 02234-9894940
Kundenservice Bücher: 089-21837921
Aboservice Zeitschriften: 089-21837110

Die neue Ausgabe der RDV ist da!

RDV_2_2019_Cover

 

Aufsätze

Marit Hansen/Benjamin Walczak

Pseudonymisierung à la DS-GVO und verwandte Methoden

Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung vieler Lebensbereiche von immer mehr Menschen wächst auch die Fülle an  Informationen, die über jede und jeden gesammelt werden. Der Schutz der Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen, wie er in der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) gefordert ist, kann durch vielfältige organisatorische und technische Maßnahmen gewährleistet oder unterstützt werden.
Ein in der DS-GVO konkret genanntes Mittel ist die Pseudonymisierung, die als einzige Maßnahme mit einer Begriffsbestimmung (Art. 4 Nr. 5 DS-GVO) hervorgehoben wird. Pseudonymisierung wird ferner erwähnt im Zusammenhang mit der Verarbeitung personenbezogener Daten zu einem anderen Zweck als ursprünglich vorgesehen (Art. 6 Abs. 4 lit. e DS-GVO), als beispielhafte Maßnahme bei der Erfüllung der Anforderung „Datenschutz durch Technikgestaltung“ (Art. 25 Abs. 2 DS-GVO), als Maßnahme zur Gewährleistung eines ausreichenden Schutzniveaus (Art. 32 Abs. 1 lit. a DS-GVO), als mögliche branchenspezifische Verhaltensregel für die Verarbeitung personenbezogener Daten (Art. 40 Abs. 2 lit. d DS-GVO) und als Maßnahme zur Gewährleistung der geforderten Garantien bei der Verarbeitung personenbezogener Daten für wissenschaftliche, statistische und archivarische Zwecke (Art. 89 Abs. 1 DS-GVO sowie Erwägungsgrund 156). Pseudonymisierung kann eine datenschutzfördernde Maßnahme sein, indem die Identität eines Individuums in einem spezifischen Kontext verborgen wird. Zugleich kann eine Pseudonymisierung dazu beitragen, das Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen zu verringern und im Fall eines Datenschutz-verstoßes die negativen Folgen zu mindern.

 

Prof. Dr. Tobias Keber

Mythen der Datenschutzgrundverordnung – Erlesenes aus (knapp) 300 Tagen DS-GVO

Kurz vor der datenschutzrechtlichen Zeitenwende am 25.5.2018 überboten sich die Medien gegenseitig mit der Darstellung von Sachverhalten, die durch die DS-GVO künftig wesentlich erschwert oder gar unmöglich würden. Nach Abflachen einer Empörungswelle wurde der nächste Skandal schon herbeigeschrieben, wobei eine auflagenstarke Tageszeitung des Axel Springer Verlags besonderes Engagement zeigte. Andererseits liefert nicht jede Analyse der öffentlichkeits-wirksam aufbereiteten Sachverhalte einen datenschutzrechtlich völlig unzutreffenden Befund. Nachfolgend sollen daher vier im öffentlichen Diskurs besonders hervorgetretene Episoden auf ihren juristischen Wahrheitsgehalt untersucht werden.

 

Maximilian Hermann, LL. M.

Datenschutz in Prüfungsverfahren nach DS-GVO und BDSG

In Prüfungsverfahren1 liegt es in der Natur der Sache, dass personenbezogene Daten verarbeitet werden. Prüfungsverfahren dienen der Leistungsbeurteilung von Prüflingen. Eine Leistungsbeurteilung kann dabei nur dann erfolgen, wenn genügend Informationen über den zu beurteilenden Prüfling vorliegen. Durch die Verarbeitung personenbezogener Daten von Prüflingen erhalten  Prüfungs-einrichtungen viele Informationen über die Prüflinge. Es geht dabei u.a. um Daten über persönliche Verhältnisse, Leistungsvermögen, Gesundheit und Stressresistenz.2 Der Datenschutz in Prüfungsverfahren ist nicht gänzlich neu. Durch das Inkrafttreten der DS-GVO werden Prüfungsverfahren jedoch in vielen relevanten Bereichen auf völlig neue rechtliche Grundlagen gestellt. Der Aufsatz widmet sich dabei spezifischen Fragestellungen, die sich in Prüfungsverfahren in öffentlich-rechtlichen Prüfungseinrichtungen, wie staatlichen Hochschulen oder Justizprüfungsämtern, ergeben.

 

Kurzbeiträge

  • GOLA, Aus den aktuellen Berichten und Informationen der Aufsichtsbehörden (40): Offene Fragen bei der Beschäftigtendatenverarbeitung: Gehaltsabrechnung durch Steuerberater und Verarbeitungen beim Betriebsrat

 

Weitere aktuelle Informationen in den Rubriken

  • Rechtssprechung
  • Berichte, Informationen, Sonstiges
  • Literaturhinweise
  Aufsätze Marit Hansen/Benjamin Walczak Pseudonymisierung à la DS-GVO und verwandte Methoden Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung vieler Lebensbereiche von immer... mehr erfahren »
Fenster schließen
Die neue Ausgabe der RDV ist da!

RDV_2_2019_Cover

 

Aufsätze

Marit Hansen/Benjamin Walczak

Pseudonymisierung à la DS-GVO und verwandte Methoden

Aufgrund der voranschreitenden Digitalisierung vieler Lebensbereiche von immer mehr Menschen wächst auch die Fülle an  Informationen, die über jede und jeden gesammelt werden. Der Schutz der Grundrechte und Grundfreiheiten natürlicher Personen, wie er in der Datenschutz-Grundverordnung (DS-GVO) gefordert ist, kann durch vielfältige organisatorische und technische Maßnahmen gewährleistet oder unterstützt werden.
Ein in der DS-GVO konkret genanntes Mittel ist die Pseudonymisierung, die als einzige Maßnahme mit einer Begriffsbestimmung (Art. 4 Nr. 5 DS-GVO) hervorgehoben wird. Pseudonymisierung wird ferner erwähnt im Zusammenhang mit der Verarbeitung personenbezogener Daten zu einem anderen Zweck als ursprünglich vorgesehen (Art. 6 Abs. 4 lit. e DS-GVO), als beispielhafte Maßnahme bei der Erfüllung der Anforderung „Datenschutz durch Technikgestaltung“ (Art. 25 Abs. 2 DS-GVO), als Maßnahme zur Gewährleistung eines ausreichenden Schutzniveaus (Art. 32 Abs. 1 lit. a DS-GVO), als mögliche branchenspezifische Verhaltensregel für die Verarbeitung personenbezogener Daten (Art. 40 Abs. 2 lit. d DS-GVO) und als Maßnahme zur Gewährleistung der geforderten Garantien bei der Verarbeitung personenbezogener Daten für wissenschaftliche, statistische und archivarische Zwecke (Art. 89 Abs. 1 DS-GVO sowie Erwägungsgrund 156). Pseudonymisierung kann eine datenschutzfördernde Maßnahme sein, indem die Identität eines Individuums in einem spezifischen Kontext verborgen wird. Zugleich kann eine Pseudonymisierung dazu beitragen, das Risiko für die Rechte und Freiheiten der betroffenen Personen zu verringern und im Fall eines Datenschutz-verstoßes die negativen Folgen zu mindern.

 

Prof. Dr. Tobias Keber

Mythen der Datenschutzgrundverordnung – Erlesenes aus (knapp) 300 Tagen DS-GVO

Kurz vor der datenschutzrechtlichen Zeitenwende am 25.5.2018 überboten sich die Medien gegenseitig mit der Darstellung von Sachverhalten, die durch die DS-GVO künftig wesentlich erschwert oder gar unmöglich würden. Nach Abflachen einer Empörungswelle wurde der nächste Skandal schon herbeigeschrieben, wobei eine auflagenstarke Tageszeitung des Axel Springer Verlags besonderes Engagement zeigte. Andererseits liefert nicht jede Analyse der öffentlichkeits-wirksam aufbereiteten Sachverhalte einen datenschutzrechtlich völlig unzutreffenden Befund. Nachfolgend sollen daher vier im öffentlichen Diskurs besonders hervorgetretene Episoden auf ihren juristischen Wahrheitsgehalt untersucht werden.

 

Maximilian Hermann, LL. M.

Datenschutz in Prüfungsverfahren nach DS-GVO und BDSG

In Prüfungsverfahren1 liegt es in der Natur der Sache, dass personenbezogene Daten verarbeitet werden. Prüfungsverfahren dienen der Leistungsbeurteilung von Prüflingen. Eine Leistungsbeurteilung kann dabei nur dann erfolgen, wenn genügend Informationen über den zu beurteilenden Prüfling vorliegen. Durch die Verarbeitung personenbezogener Daten von Prüflingen erhalten  Prüfungs-einrichtungen viele Informationen über die Prüflinge. Es geht dabei u.a. um Daten über persönliche Verhältnisse, Leistungsvermögen, Gesundheit und Stressresistenz.2 Der Datenschutz in Prüfungsverfahren ist nicht gänzlich neu. Durch das Inkrafttreten der DS-GVO werden Prüfungsverfahren jedoch in vielen relevanten Bereichen auf völlig neue rechtliche Grundlagen gestellt. Der Aufsatz widmet sich dabei spezifischen Fragestellungen, die sich in Prüfungsverfahren in öffentlich-rechtlichen Prüfungseinrichtungen, wie staatlichen Hochschulen oder Justizprüfungsämtern, ergeben.

 

Kurzbeiträge

  • GOLA, Aus den aktuellen Berichten und Informationen der Aufsichtsbehörden (40): Offene Fragen bei der Beschäftigtendatenverarbeitung: Gehaltsabrechnung durch Steuerberater und Verarbeitungen beim Betriebsrat

 

Weitere aktuelle Informationen in den Rubriken

  • Rechtssprechung
  • Berichte, Informationen, Sonstiges
  • Literaturhinweise
Für die Filterung wurden keine Ergebnisse gefunden!
RDV Ausgabe 2/2019
Zeitschrift RDV

Prof. Peter Gola, RA Andreas Jaspers, Prof. Dr. Rolf Schwartmann

RDV berichtet über Datenschutz-, Informations- und Kommunikationsrecht sowie über Urheberrecht, Computerstrafrecht und aktuelle rechtspolitische Entwicklungen im nationalen und internationalen Bereich. Sie wird von der Gesellschaft für...
155,00 €

Preis für Jahresabonnement Inland

Zuletzt angesehen